Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Unter den Linden - Neubau Lesesaal

Hochbau

Lage:
Berlin-Mitte
Summe:
14.000.000 €
Zeitraum:
2006 bis 2008
ARGE-Partner:
Ingenieurbau-Gesellschaft mbH und Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG
Bauherr:
Bundesamt für Bauwesen- und Raumordnung Berlin
Architekt:
HG Merz Architekten
BGF:
46.000 m²

Die Staatsbibliothek Unter den Linden wurde nach dem Entwurf des Architekten Ernst von Ihne nach 11-jähriger Bauzeit 1914 eröffnet. Als eines der letzten repräsentativen Gebäude im wilhelminischen Baustil steht das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz. Nach Bombenangriffen wurde der ehemalige zentrale Kuppellesesaal im Jahre 1943 stark beschädigt und im Jahr 1977 abgerissen.
Flankiert von den bestehenden Altbauten der Staatsbibliothek entstand, nach einem Entwurf des Architekturbüros
HG Merz, im bisher ungenutzten Innenhof, als Kernstück der Arbeiten, der neue zentrale Allgemeine Lesesaal mit ca. 9.000 m² Nutzfläche. Die historischen Bereiche des Bestandes wurden durch Übergänge angebunden.
Das neu zu errichtende Gebäude umfasste ca. 60 x 60 m, ist 36 m hoch und wurde auf einer 1,50 m dicken Stahlbetonsohle gegründet. Oberhalb des Lesesaals entstand ein Revisionsgeschoss.
In den zwei Untergeschossen wurden ca. 3.000 m² Tresormagazine errichtet, in denen besonders schützenswerte Sonderbestände gelagert werden. Auf dem Dach des neuen Lesesaals wurde der Rohbau für den imposanten, vom Glaskünstler Jo Schöpfer entwickelten, transzulenten Glaskubus geschaffen.
Der neu geschaffene Allgemeine Lesesaal bietet neben zahlreichen Arbeits- & Rechercheplätzen, Raum für rund
290.000 Bände.
Der Bibliotheksbetrieb wurde parallel zu den Bauarbeiten aufrecht erhalten. Bei allen Arbeiten wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen, um unnötige Beeinträchtigungen für den Bibliotheksbetrieb und Schäden am Bücherbestand, der wertvollstes und unwiederbringliches Kulturgut darstellt, auszuschließen.

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