Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Unter den Linden - Altbau

Sanierung

Lage:
Berlin-Mitte
Summe:
12.500.000 €
Zeitraum:
2005 bis 2015
ARGE-Partner:
Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG
Bauherr:
Bundesamt für Bauwesen- und Raumordnung Berlin
Architekt:
HG Merz Architekten
BGF:
105.000 m²

Das Haus in der Straße „Unter den Linden“ der bereits 1661 gegründeten Staatsbibliothek ist seit 1914, nach 11-jähriger Bauzeit, als Bibliotheksstandort in Betrieb. Das vom Architekten Ernst von Ihne erbaute Bauwerk, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.
Als eines der letzten repräsentativen Gebäude im wilhelminischen Baustil, steht das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz. Auf einer Fläche von 170 m x 107 m mit einer Höhe von 28 m beherbergt der Altbau 13 Etagen. Die Generalsanierung war in zwei Bauabschnitte geteilt.
Teil 1 beinhaltete die Grundinstandsetzung und Sanierung eines Teils des Altbaus sowie die innere Umorganisation des Bibliotheksbetriebes, der während den Bauarbeiten vollständig aufrechterhalten wurde. Dazu waren zusätzliche Maßnahmen, als besondere Leistungen im Grenzbereich zwischen Baustelle und den Nutzern der Staatsbibliothek, erforderlich.
Im 2. Bauabschnitt erfolgt die Sanierung und Grundinstandsetzung des restlichen Altbaubereiches, der sich aus insgesamt 12 Bauteilen zusammensetzt.
Die auszuführenden Leistungen umfassen Rohbauarbeiten, im Wesentlichen der Leistungsbereiche Abbrucharbeiten, Maurerarbeiten, Stahlbauarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Gerüstbauarbeiten. Die Haupttrennwände der Magazine zwischen den Bauteilen wurden als Brandbekämpfungsabschnitte verstärkt und saniert. Für die Haustechnik wurden fünf Installationsschächte, die den Bedürfnissen an den erhöhten Brandschutz genügen, erstellt.
Die Decken der Magazinarbeitsplätze wurden komplett durch neue Stahlleichtbetonkonstruktionen ersetzt. Darüber hinaus wurden die Dachgeschosse im 12. und 13. Büchergeschoss mit einer 14 cm dicken Spritzbetonschale aus Leichtbeton verstärkt.
Innerhalb des Bestandsgebäudes der Staatsbibliothek ist das historische Regalsystem der Büchermagazine als eine, innerhalb der gesamten Gebäudetragstruktur, eigenständige Stahlkonstruktion, ausgeführt worden. Die Konstruktionshöhe des Regalsystems von 2,20 Metern für ein Buchgeschoss, wurde generell zum Höhenmodul für sämtliche Bibliotheksebenen. Die obersten sieben Etagen des Altbaus werden als Magazinetagen mit Lipmanregal-Systemen, welche in separaten Bauabschnitten restauriert wurden, verwendet. Zudem wird dieses Bauwerk u.a. eine Restaurierungswerkstatt und die Mitarbeiter-Büros beinhalten.

Flächen nach Abschluss aller Bauarbeiten:
- bebaute Fläche:  18.190 m²
- Bruttogeschossfläche: 105.000 m²
- Hauptnutzfläche 52.500 m², davon Staatsbibliothek zu Berlin 46.250 m²
- Magazine 30.000 m², davon 3.000m² Tresormagazine
- öffentlich zugänglich 16.000 m² 

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