Wiederaufbau Museum Barberini

Hochbau

Lage:
Potsdam
Summe:
8.107.000 €
Zeitraum:
2014 bis 2015
ARGE-Partner:
MATTHÄI Bauunternehmen GmbH & Co. KG
Bauherr:
Museum Barberini gGmbH
Architekt:
Hillmer & Sattler und Albrecht Gesellschaft von Architekten mbH
BGF:
7.350 m²

Der Palast Barberini beruhte auf dem königlichen Wunsch von Friedrich II., der den Palazzo Barberini in Rom so bewunderte, dass er ein ebenso stattliches Bürgerhaus auch in Potsdam bauen ließ. Nach dem römischen Vorbild wurde das Vorderhaus (auch Kopfbau genannt) 1771/72 unweit des Stadtschlosses errichtet. Der einstige Architekt war Carl von Gontard. 1845 erfolgten im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. die Erweiterung um die Seitenflügel und der Ausbau der Säle. Der Palast Barberini galt über viele Jahrhunderte hinweg als eines der Prachtbauten Potsdams. Im Rahmen der Wiederherstellung des Alten Marktes, wird auch der Palast, der am südlichen Ende des Platzes stand, wiederaufgebaut. Das meisterliche Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, wurde, nach seiner straken Beschädigung durch einen Luftangriff 1945, im Jahre 1948 abgerissen.
Das neue Barberini, als Beitrag zur Belebung der Potsdamer Innenstadt, verfügt über 2.200 m² Ausstellungsfläche auf drei Geschossen, auf der u.a. eine DDR-Kunstsammlung zu bewundern sein wird. Des Weiteren ist neben Service- und Funktions-/ Technikeinrichtungen auch ein Café mit 50 Plätzen sowie ein Museumsshop, ein museumspädagogischer Raum und ein Saal für 200 Personen geplant. Die Sichtbeziehung zwischen Altem Markt und Alter Fahrt wurde durch die verglaste Ausführung der Türen der Säulenhalle hergestellt. Abweichend von der ursprünglichen, historisch überlieferten Fassadengestaltung sind, wie schon im 19. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre, veränderte Fassadenöffnungen in Erdgeschosszone hergestellt worden: so ist bspw. die Einfahrt der Tiefgarage in die Fassade integriert. Zum Uferweg an der Alten Fahrt, mit Blick auf die Freundschaftsinsel, wurde eine Freitreppe in den Dimensionen der letzten überlieferten Fassung geschaffen. Das geplante, barrierefreie Gebäude besteht aus zwei Obergeschossen, einem Erdgeschoss und einem Untergeschoss. Der Hauptzugang für Museumsbesucher erfolgt über die Mittelachse des Gebäudes vom Alten Markt aus. Symmetrisch angeordnete repräsentative, wie auch notwendige Treppenhäuser führen die Besucher von der Säulenhalle in die drei Ausstellungsebenen.
Die Seitenflügel bestehen in allen drei Grundrissen (EG, 1. OG und 2. OG) beidseitig lediglich aus zwei großen Räumen, die sich über die volle Gebäudetiefe erstrecken und nur zum Innenhof bzw. zur Wasserseite hin Fenster aufweisen.
Nettogrundfläche: ca. 4.250 m² Nutzfläche, davon ca. 2.200 m² Ausstellungsfläche, ca. 1.800 m² Technikflächen und ca. 1.250 m² Verkehrsfläche.
Die Leistung erfasste die Rohbauerstellung in Arbeitsgemeinschaft mit der MATTHÄI Bauunternehmen GmbH & Co. KG. Die tragende Konstruktion des Gebäudes wurde in Stahlbeton erstellt. Der Lastabtrag erfolgte i.d.R. über Stahlbetonaußenwände (Fassadenwände bzw. Fassadenpfeiler), den Wänden der Treppenhauskerne sowie StahIbetonstützen. Die Fassade wurde als tragende Lochfassade ausgeführt.

Hauptmengen:
- 8.650 m³ Ortbeton
- 1.700 t Bewehrung
- 3.000 m² TT-Decken
- 400 m³ Mauerwerk

 

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