Ausbau der L 76n Mahlow - Teltow, 3. BA Neubau von 3 Brückenbauwerken

Brückenbau

Lage:
Teltow
Summe:
6.484.000 €
Zeitraum:
2008 bis 2010
ARGE-Partner:
MATTHÄI Bauunternehmen GmbH & Co. KG
Bauherr:
Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, NL Süd

Ziel der Gesamtmaßnahme war der vierstreifige Ausbau eines Teilstückes der neuen Verbindung zwischen Potsdam und Schönefeld, der L 76n, Mahlow - Teltow. In diesem Bauabschnitt sind 4 Ingenieurbauwerke und Irritationsschutzwände errichtet worden.

Bauwerk 1
Überführung der L 76n über einen Wildwechselweg. Das Stahlbetonbauwerk wurde als Einfeldbrücke mit einer Stützweite von 8,80 m errichtet. Die lichte Weite beträgt 8,00 m. Es wurden 4 Fahrstreifen, 2 Standstreifen und Randstreifen überführt. Die Gesamtbreite zwischen den Geländern beträgt 28,50 m. Der Querschnitt der L 76n wurde auf zwei getrennten Überbauten aus jeweils schlaff bewehrten Ortbetonvollplatten überführt. Teilbereiche der Widerlageransichtsflächen wurden durch die Verwendung von Schalungsstrukturmatrizen mit einer Steinstruktur gestaltet.

Hauptabmessungen BW 1:
Gesamtlänge der Brücke: 8,80 m
Lichte Breite zwischen den Geländern: 28,50 m
Kreuzungswinkel: 100 gon

Bauwerk 2
Überführung eines Wirtschaftsweges über die L 76n. Der Wirtschaftsweg dient der Verbindung der Ortslagen Friederikenhof und Kleinbeeren. Das Bauwerk wurde als Zweifeldbrücke mit Stützweiten von 2 x 21,20 m errichtet. Die Gesamtbreite zwischen den Geländern beträgt 5 m. Der Überbau wurde als längs vorgespannter, parallelgurtiger Ortbeton- Durchlaufträger mit einer Konstruktionshöhe von 1,10 m konzipiert. Für die Endstützungen wurde kastenförmige Ortbetonwiderlager verwendet. Als Mittelunterstützung kam ein Ortbetoneinzelpfeiler zur Ausführung.

Hauptabmessungen BW 2:
Gesamtlänge der Brücke: 42,40 m
Lichte Breite zwischen den Geländern: 5,00 m
Kreuzungswinkel: 100 gon

Bauwerk 3
Überführung der L 76n über einen Bewässerungsüberleiter. Der Kreuzungswinkel beträgt 80 gon. Das überschüttete einfeldrige Bauwerk weist eine Stützweite von 4,41 m auf. Die Gesamtbreite zwischen den Geländern ergibt 31,25 m. Die Widerlager und Flügel wurden als Stahlbetonholme ausgeführt. Der Überbau wurde als schlaff bewehrte Ortbetonvollplatte ausgebildet.
Zur Gründung des Bauwerkes wurden 54 Bohrpfähle, mit einer Länge von 11 m und einem Durchmesser von 60 cm, verwendet. Im Bereich weicher bis breiiger Geschiebemergelschichten wurden die Bohrpfähle mit einem bleibenden Hülsrohr hergestellt.

Hauptabmessungen BW 3:
Gesamtlänge der Brücke: 4,20 m
Lichte Breite zwischen den Geländern: 31,25 m
Kreuzungswinkel: 80 gon

Durchlass 1
Ein aus Betonrohren DN 800 bestehender Durchlass zur Überführung der L 76n über den Lilograben wurde vollständig abgebrochen und an gleicher Stelle ein neuer Durchlass errichtet. Zwischen der L 76n und der DL-Achse betrug der Kreuzungswinkel 71 gon. Der Durchlass wurde als geschlossenes Stahlbetonrahmenbauwerk mit Überschüttung, mit einer in Achse der L 76n gemessenen Stützweite von 2,30 m, errichtet. Parallel zur Achse wurden Schrägflügel angeordnet.
Die Gesamtbreite des überführten Straßenquerschnittes beträgt zwischen den Geländern 35,80 m. Irritationsschutzwände: Im Bereich des Bauwerkes 1 (Überführung der L 76n über einen Wildwechselweg) wurden beidseitig der L 76n auf einer Länge von 71 m Irritationsschutzwände errichtet. Die Höhen der Wände über Gradiente betragen auf der Südseite 2,00 m und auf der Nordseite 2,24 m. Die Wände wurden aus Stahlpfosten (Farbton resedagrün nach RAL 6011) mit Abdeckung und mit Aluabdeckblechen versehen, und es wurden kesseldruckimprägnierte Lärchenholzwandelemente auf Betonsockelelementen errichtet.

Hauptabmessungen DL 1:
Gesamtlänge der Brücke: 2,30 m
Lichte Breite zwischen den Geländern: 35,80 m
Kreuzungswinkel: 71 gon

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