Unternehmensgeschichte

Inmitten der Industrialisierung und nur wenige Jahre nach der Reichsgründung im Jahr 1871, entwickelte sich Deutschland durch den enormen Aufschwung der Wirtschaft vom Agrar- zum Industrieland. Fabriken und Transportwege mussten gebaut werden.
 
1880 – Im jungen, kaiserlichen Deutschland erlebte insbesondere die Reichshauptstadt einen starken Bau- und Industrialisierungs-Boom.
Die Anfänge
Die Anfänge
Der Berliner Baumeister Hermann Schäler erkannte in jenem Moment die Zeichen der Zeit und gründete sein "Spezialunternehmen für Feuerungs- und Schornsteinbau".
Er baute Dampfkesselanlagen und die zugehörigen Schornsteine für die wachsende Industrie. Das Unternehmen florierte und schon bald zählten auch die städtischen Werke zu den ständigen Auftraggebern des Unternehmens.
Industrialisierung
Industrialisierung

In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Deutschland bis zum Beginn des ersten Weltkrieges zur größten Industrienation Europas.

1911 starb Hermann Schäler. Seine Frau und sein Sohn verkauften sein Lebenswerk an den Architekten Erich Grundey. Dieser erweiterte das Geschäftsfeld der Firma durch die Übernahme größerer Industriebauaufträge und den Bau kompletter gewerblicher Anlagen.

Schälerbau Bauwagen
Schälerbau Bauwagen

 

1914 trat der Baumeister Eugen Richter als Teilhaber in die Leitung der Firma ein und trieb die positive Entwicklung des Unternehmens weiter voran - eine Erfolgsentwicklung, die auch durch den ersten Weltkrieg nicht gestoppt werden konnte.

Wohnhaus Eugen Richters in Berlin
Wohnhaus Eugen Richters in Berlin

 

1914 - Im selben Jahr, nur 4 Monate nach Kriegsbeginn, gründete August Reiners seine eigene Baufirma, die sich auf Tief-, Gleis-, Erd- und Betonbauarbeiten spezialisierte.

August Reiners
August Reiners

In den folgenden Jahren gewann Schälerbau Berlin zunehmend das Vertrauen der Großindustrie. So war der kontinuierliche Aufschwung geprägt durch den Bau kompletter Industrieanlagen und Verwaltungen für Großunternehmen, wie beispielsweise die Knorr-Bremse AG, die Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft (AEG) oder Mercedes Benz.

Mercedes Benz Werk
Mercedes Benz Werk

In den 1920er Jahren wurde der Gleisbau zum Kerngeschäft der August Reiners Bauunternehmung, denn die Industrialisierung erforderte verstärkt Mobilität.

1923 - Gründung der Hermann Schäler AG für Holzverwertung, die neben einem eigenen Sägewerk auch einen Holzhandel, eine Tischlerei und eine Fabrik zur Holzbearbeitung umfasste.

Gleisbau als Kerngeschäft
Gleisbau als Kerngeschäft

Ende der 1920er Jahre hinterließ die Weltwirtschaftskrise ihre Spuren: Die Firma Hermann Schäler musste ihre Belegschaft auf rund 200 Mann reduzieren.

In den 1930er Jahren begann man das Autobahnnetz in Deutschland auszubauen. In dieser Zeit musste die Firma "Hermann Schäler" weitere schwerwiegende Einschnitte verzeichnen.

Hermann Schäler AG für Holzverwertung
Hermann Schäler AG für Holzverwertung

Die 1940er Jahre waren überschattet von Arbeiten rund um die Trümmerbeseitigung.

Auch Schälerbau blickte einem mühsamen Wiederaufbau des Unternehmens entgegen. Doch die Mühe lohnte sich: Jahre des Wachstums folgten.

Wiederaufbau an jeder Stelle
Wiederaufbau an jeder Stelle

1954 – Die technische Entwicklung im Bauwesen und insbesondere auf dem Gebiet der Vorfertigung schritt voran: Schälerbau wurde damals weltweit der erste Lizenznehmer der „Allbeton“-Bauweise nach dem Schottenwand-Prinzip.

Dadurch wurde dem schlüsselfertigen Bauen die Tore geöffnet und die dringend notwendige Schaffung von neuem Wohnraum war nun in erheblich verkürzter Bauzeit möglich.

Hotelhochbau in „Allbeton“-Bauweise
Hotelhochbau in „Allbeton“-Bauweise

1950 / 60er Jahre: Übernahme etlicher schlüsselfertiger Bauaufträge insbesondere im Wohnungs-, Wohnheim- und Hotelhochbau im In- und Ausland mit eigenen technischen Abteilungen und Fertigteilwerken in „Allbeton“-Bauweise.

„Schäler-Bauherz-Haus“
„Schäler-Bauherz-Haus“

Schälerbau führte seinerzeit nicht nur im europäischen Ausland Beratungen und Bauaufträge durch, sondern z.B. in Saudi-Arabien oder Kuwait. Als Berliner Traditionsunternehmen blieb man seinem "ureigenen" Markt dennoch treu. Den Mittelpunkt bildeten hierbei die klassischen Arbeitsgebiete im Hoch- und Schlüsselfertigbau sowie die Sanierung - angefangen beim kleinen Einfamilienhaus bis hin zum Hotel-, Büro-, Kommunal- und Industriebau.

Fertigbauweise Schälerbau
Fertigbauweise Schälerbau

Anfang der 1960er Jahre folgte die Entwicklung, die Herstellung sowie der Vertrieb eines eingeschossigen Einfamilienhauses aus Stahlbetonfertigteilen, das sogenannte „Schäler-Bauherz-Haus“.

Kernstück dieses Fertighauses war eine 10 Tonnen schwere, betriebsfertige Installationszelle, bestehend aus Bad und WC, Küchenwand mit Einbauküche, Heiz- und Warmwasseranlage und Elektro-Zentrale – eine einst schwedische Erfindung mit dem Namen „Bauherz“.

Corpus-Betonraumzellen
Corpus-Betonraumzellen

Schälerbau Berlin wurde als erstes Unternehmen bundesweit mit seinem „Schäler-Bauherz-Hausin das Fertighaus-Verzeichnis des Bundesministeriums für Wohnungswesen aufgenommen.

1970er – Entwicklung der „Corpus“-Sanitäreinheit, einer allseitig geschlossenen und schlüsselfertig eingerichteten Bad-/WC-Raumzelle. 

„Corpus“-Sanitäreinheit
„Corpus“-Sanitäreinheit

1972 - Schälerbau beim Bau der Gropiusstadt 
(Allbeton-Bauweise)

Für Bauliebhaber und Nostalgiker an dieser Stelle ein kurzer Super8-Film zu diesem Bauprojekt.

Film: Bau der Gropiusstadt
Film: Bau der Gropiusstadt

 

In den 1970/80er Jahren war die Schälerbau-Gruppe unter Führung der Familie Richter mit mehreren Tochtergesellschaften im In- und Ausland tätig.

Technisches Büro der Schälerbau-Gruppe
Technisches Büro der Schälerbau-Gruppe

1983 – Übernahme der Schälerbau Berlin GmbH durch die Hegemann-Gruppe, die einst aus der August Reiners Bauunternehmung entstand.

Hegemann-Gruppe
Hegemann-Gruppe




1996 –
 Gründung einer eigenständigen Brückenbauabteilung bei der Schälerbau Berlin GmbH.

Brückenbauabteilung bei der Schälerbau
Brückenbauabteilung bei der Schälerbau

2007 – Verschmelzung der Einzelbauunternehmungen der Hegemann-Gruppe auf die „August Reiners Bauunternehmung GmbH“ mit Sitz in Bremen und den nun eingetragenen Niederlassungen „Schälerbau Berlin“, „Alfred Kunz Untertagebau München“ sowie „August Reiners Wolgast“. Neben ihrer jetzigen Größe besticht die August Reiners Bauunternehmung vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Ihr strategisch aufgebautes, vielschichtiges Portfolio bietet die Nutzung vieler Synergieeffekte. Diese Tatsache eröffnet den Unternehmen im Bereich der Bau- und Projektentwicklung die Möglichkeit, nahezu jedes Bauvorhaben in Eigenregie abzuwickeln.

August Reiners Bauunternehmung
August Reiners Bauunternehmung

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